Liebe Zuchtfreunde,

unsere 20. Hauptsonderschau des SV Giant Homer fand am Wochenende vom 14. auf den 15. Dezember 2024 am historischen Gründungsort des SV in Brachstedt statt und wir möchten Euch mit ein paar Impressionen Teil daran haben lassen. Vielen Dank an alle Aussteller und Besucher, die das Wochenende zu dem gemacht haben, was es für uns ist - der Höhepunkt des Jahres. Ein ausführlicher Bericht der Ausstellung folgt weiter unten. Den Katalog findet Ihr hier verlinkt.

 

Viele Grüße und eine frohe Weihnachtszeit

Alexander Hallasch

 

Impressionen der Ausstellung

 

Bericht des 1. Zuchtwarts Tino Henkel:

Unsere Hauptsonderschau führten wir am 14. und 15. Dezember 2024 in Brachstedt durch. Das Meldeergebnis von 350 Tieren stimmte uns sehr zufrieden.

Das größte Kontingent stellten die Blauen mit Binden. Die Qualität war sehr durchwachsen. Bei den Täubern standen einige sehr schöne Typen mit breiter und voller Brust und der gewünschten Körpertiefe. Zum Teil konnte die Körperverjüngung ausgeprägter sein. Oft wurde die Unterbrust gefüllter gewünscht. In Stand und Körperhaltung gab es kaum Probleme. Überzeugen konnten meist auch die gut gerundeten Kopfprofile. Etwas mehr Schnabelsubstanz wäre bei Einigen von Vorteil gewesen. Zu achten ist auf eine glatte Warzenstruktur. Bei den Alttieren werden hier Zugeständnisse gemacht. Die Täubinnen konnten noch kürzer und tiefer im Körper sein. Die Schwanzhaltung sollte flacher sein. Neben sehr guten, substanzvollen Kopfprofilen waren auch solche mit wenig Substanz zusehen. Insgesamt fehlte etwas die Harmonie aller Rassemerkmale zueinander (V: ZG P. und R. Römer; hv: H. Radke, M. Sachse (2x), D. Weckwerth, ZG P. und R. Römer).

Hochwertig war die Kollektion der Blau-gehämmerten. Sie zeigten zum größten Teil den gewünschten kurzen und breiten Typ mit freiem Stand und Hals. Bei den Kopfprofilen gab es wenig zu kritisieren. Zu achten ist auf ein straffes Halsgefieder und gut gerundete Nackenabgänge. Die Augenfarbe konnte bei Einigen intensiver gefärbt sein (V: ZG P. und R. Römer (3x), M. Trepte; hv: O. Hörl, ZG P. und R. Römer (2x)).

Analog zu den Blau-gehämmerten zeigten sich auch die Blau-Dunkelgehämmerten recht ausgeglichen. Ein Jungtäuber ist hier besonders hervorzuheben. Er zeigte sich sehr harmonisch in den Rassemerkmalen (V und hv: E. Badorrek).

Die Blaufahlen mit Binden und Mehllichten mit Binden zeigten sehr gute Körperverjüngung und keilige Körper. Auch im Halsaufbau konnten Sie gefallen. Sie sollten einen noch freieren Stand zeigen. Verbesserungswürdig sind auch die Kopfprofile, die bei guter Rundung noch mehr Schnabelsubstanz aufweisen können (hv: T. Henkel).

Die Farbenschläge Braunfahl mit Binden und Braunfahldunkelgehämmert zeigten bei einigen Rassevertretern bereits sehr gute Körperproportionen. Manche konnten noch etwas mehr Tiefe aufweisen und in der Hinterpartie abgestimmter sein. Die Hälse sollten breiter aufgesetzt sein. Recht harmonisch zeigten sie sich in den Kopfpunkten. Etwas mehr Schnabelstärke hätte einigen gutgestanden (hv: O. Reichert (2x), H.-M. Rickmann).

Licht und Schatten gab es bei den Schwarzen zu sehen. Bei einigen war die Keiligkeit im Körper sehr gut ausgeprägt mit breiter Brust und schmaler Schwanzpartie. Auch die Verjüngung des Körpers zählte oft zu den Vorzügen. Teilweise konnte der Stand etwas freier und die Länge der Hinterpartie abgestimmter sein. Ausreichend Schnabelsubstanz war bei den Meisten vorhanden. Die Köpfe konnten in der Draufsicht noch keilförmiger erscheinen. Tiere mit mehr als 10 Handschwingen können kein sg erreichen (V und hv: ZG P. und R. Römer; hv: A. Hallasch).

Die Braunen haben sich gut entwickelt. Die Täuber können noch kompakter im Körper werden. Die Hälse mit breitem Aufsatz und guter Verjüngung sind schon gut vorhanden. Bei den Täubinnen wurden bereits feine Körperformen gezeigt. Massivere Schnäbel und mehr Fülle im Vorkopf wären wünschenswert.

Die rezessiv Roten überzeugten mit kräftigen und keiligen Körpern mit kompakten Hälsen und sehr guter Brustfülle. Die Kopfpunkte könnten noch substanzvoller und die Schnäbel stumpfer sein (V und hv: ZG P. und R. Römer). Die rezessiv Gelben waren recht lang und flach im Körper. Mehr Vorkopfwölbung und massiver im Schnabel waren weitere Wünsche.

Ausgeglichen waren die Kollektionen der Rotfahlen mit Binden, Rotfahl-gehämmerten und Rotfahl-dunkelgehämmerten. Sie sind kürzer und kompakter im Körper geworden mit sehr guter Körpertiefe und massiven Hälsen, die manchmal noch freier getragen werden durften. Verbesserungspotential besteht in den Kopfpunkten (2x hv: H. Badorrek).

Die Gelbfahlen mit Binden und Gelbfahl-gehämmerten konnten gefallen. Sie zeigten teilweise schon sehr ansprechende keilige Körper mit flach getragener Hinterpartie. Etwas kürzer in der Hinterpartie können sie noch werden. Mehr Unterbrustfülle und Körpertiefe wären von Vorteil. Die Kopfpunkte wirken teilweise noch etwas zart (hv: H. Badorrek).

Die Andalusierfarbigen und Hell-Andalusierfarbigen zeigten gute Körperverjüngung und keilige Körper. Die Hinterpartie konnte noch kürzer sein. Stand und Hals sollten freier erscheinen. Die Kopfprofile wurden ausgeglichener und keilförmiger in der Draufsicht gewünscht (hv: A. Hallasch).

Prima Rassevertreter waren in den Farbenschlägen Indigo mit Binden, Indigo-gehämmert und Indigo-dunkelgehämmert zu finden. In den Hauptrassemerkmalen wurden nur kleine Wünsche geäußert. Das Schenkelgefieder sollte anliegender sein. Herausragend präsentierte sich eine Alttäubin in Indigodunkelgehämmert mit besten Körperproportionen und Kopfpunkten (V: A. Hallasch; hv: A. Trepte, B. Ullrich).

Durchwachsen war die Qualität bei den Weißen. Neben herausragenden Rassevertretern fehlte Einigen die kompakte, kurze Körperform mit breiter Brust und ausreichend Körpertiefe. Im Hals konnten sie noch breiter aufgesetzt sein und das Gefieder sollte straffer anliegend sein. Die Schnäbel waren meistens massiv und die Profile gut gerundet (V: T. Schulz, O. Reichert; hv: T. Schulz (2x)).

Bei den Getigerten gefiel ein Blautiger am besten, auch wenn es eigentlich ein gehämmerter Tiger war. Er überzeugte mit feinen Körperproportionen und harmonischen Kopfpunkten (hv: M. Pohl).

Die Blau-schimmel konnten nicht überzeugen. Dünne Hälse, lockeres Schenkelgefieder und spitze Köpfe minderten die Punktzahl.

Die Vielfarbigen, Silbersprenkel, Kite und Agate Rot waren meist großrahmige Tiere. Sie müssen noch kürzer und keiliger im Körper und im Hals kompakter werden (hv auf Kite: O. Reichert).

Die Gescheckten haben noch Nachholbedarf in Körpertiefe und Körperverjüngung. Auch in den Kopfprofilen gibt es Verbesserungsbedarf. Mehr Schnabelsubstanz und gleichmäßigere Rundung im Vorkopf wären von Vorteil. In der AOC-Klasse gefielen 2 Täuber in Khakifahl mit Binden am besten (hv: O. Reichert).

Die Champion-Titel errangen E. Badorrek auf 1,0 jung dunkelgehämmert, ZG P. und R. Römer auf 1,0 alt schwarz, T.Schulz auf 0,1 jung weiß und A. Hallasch auf 0,1 alt indigodunkelgehämmert. Letztere wurde von den anwesenden Ausstellern zum „Best in Show“ gewählt.

 

Zuchtpreise der HSS Giant Homer 2024

Kategorie 1

  1. ZG Patrick und Reinhard Römer         383 Punkte
  2. Henry Radke                                       380 Punkte
  3. Michael Sachse                                  377 Punkte

Kategorie 2

  1. ZG Patrick und Reinhard Römer         384 Punkte
  2. Eric Badorrek                                      380 Punkte
  3. Michael Beuke                                    379 Punkte

Kategorie 3

  1. Thomas Schulz                                   383 Punkte
  2. ZG Patrick und Reinhard Römer         381 Punkte
  3. Alexander Hallasch                             380 Punkte

Kategorie 4

  1. Henry Badorrek                                  383 Punkte
  2. Otto Reichert                                      382 Punkte
  3. Tino Henkel                                        379 Punkte
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